Psychologische Beratung: Paar - & Konfliktberatung

Als beispielhaftesten Zweierkonflikt kann man wohl den „klassischen“ Paarkonflikt zwischen m/w, m/m oder w/w in der Liebesbeziehung benennen. Darüber hinaus können Zweierkonflikte aber auch im Familiengefüge, zwischen Eltern(-teil) und Kind, oder zwischen Geschwistern auftreten. Ebenso häufig, aber allgemein nicht als Paarkonflikt wahrgenommen, treten Konflikte zwischen Arbeitskollegen, Vorgesetzten und Mitarbeitern, Mietparteien oder Freunden auf.

Was bedeutet Konflikt in diesem Zusammenhang nun genau?
In der Psychologie bzw. in den Sozialwissenschaften allgemein spricht man dann von einem Konflikt, wenn zwei - meist soziale - Elemente gleichzeitig gegensätzlich oder unvereinbar sind. Ein Konflikt kann sich auf einzelne Personen beschränken, aber auch mehrere Menschen oder ganze Organisationssysteme (z.B. Familien) umfassen. Konflikte sind Störungen, die den Handlungsablauf unterbrechen und belastend wirken. Konflikte haben die Tendenz zu eskalieren, d.h., sie weiten sich aus und nehmen an Intensität zu. Konflikte werden als Störung des "normalen" Lebens empfunden und halten von einem gewohnten Handlungsablauf ab.

Konflikte unterscheiden sich von „normalen“ Problemen vor allem dadurch, dass sich die Parteien in der Bewältigung der Situation uneins sind und dabei negative Gefühle entwickeln. Da die Gefühle einen starken Handlungsantrieb verursachen, ist die Aktionsbereitschaft in Konflikten sehr hoch.

Pauschal kann man sagen:
Je stärker die Emotion, desto höher die Handlungsbereitschaft. Ein starkes Gefühl hat außerdem die Nebenwirkung, dass es die kritische Urteilsbildung vermindert oder sogar vollständig unterdrückt. Die Folge ist ein unreflektiertes Handeln, das im Nachhinein oft bereut wird.

Was leistet die Paartherapie/ Paarberatung?
Wie geht das vor sich?

Der Berater (ggfls. auch im Zweierteam) moderiert das Gespräch zwischen den Partnern und sorgt (u.a. durch Regeln) dadurch für eine sichere Atmosphäre, in der offen, aber fair kommuniziert werden kann.

Er motiviert Sie, mit Ihrem Partner offen über Bedürfnisse und Wünsche, als auch über problematisch erlebtes Partnerschaftsverhalten zu sprechen.

Es geht dabei um den Aufbau eines neuen Verständnisses für einander, aber auch darum, Einsicht für die jeweils eigene Situation zu gewinnen, Grenzen zu ziehen, neu zu definieren oder zu überwinden.

Hierbei soll auch Klarheit darüber gewonnen werden, welche eigenen Ziele man in dieser Zweierbeziehung hat und welche Ziele der Partner hat. Welches Ziel hat bzw. verbindet die Beziehung?

Die Vorgehensweise ist nahezu identisch, unabhängig davon, ob es sich um eine Liebes- oder Lebensgemeinschaft handelt oder um ein Kollegen-, Geschwister- oder Freundespaar handelt.

Ob die moderierte Paarberatung hier immer ausreicht, um eine Lösung zu erzielen, zeigt der individuelle Einzelfall. Oft ist es ergänzend ratsam, als Einzelperson, z.B. ein Autonomietraining als Bestandteil der Persönlichkeitsentwicklung wahrzunehmen. Hier können Paare jeglicher Konstellation oder Einzelpersonen Kontakt zu mir aufnehmen.